
Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Augustinus Aurelius
Bevor ich als Teil einer sechsköpfigen Delegation des Jugendrates Richtung Ostpolen aufgebrochen bin, war meine Vorstellung des Landes ziemlich beschränkt. Die vielen Meldungen in den Nachrichten über die Politik der rechtsextremen PIS-Partei dominierten meine Sicht auf Polen. Weshalb ich daran interessiert war, mir eine eigene Sicht von dem Land zu machen.
Nachdem wir nach einer sehr langen Fahrt endlich in Lublin ankam, begrüßte uns die Architektur der ehemaligen Sowjetunion. Gigantische Wohnkomplexe, farbig bemalt um der Individualität der Neuzeit etwas mehr Raum zu bieten… Die Nachwirkungen der Sowjetunion, konnten der Stadt deutlich angesehen werden. Auf dem Weg in die Innenstadt bot sich uns jedoch ein ganz anderes Bild. Bunte Fassaden, schöne Marktplätze und Pflanzen die an den Häusern rankten erinnerten vielmehr an die Province. Auch das Lubliner Schloss zeigte eine große Zahl verschiedenster kultureller Einflüsse auf.
Die Stadt Lublin überraschte uns alle mit einer beispiellosen kulturellen Vielfalt und verwies dabei die verschiedensten Einflüsse vergangener Zeiten. Jedes politische und gesellschaftliche Ereignis lies sich der Stadt ablesen.
Trotz meiner anfänglichen politischen Bedenken, zeigte sich, dass besonders die Kommunen der größeren Städte eine beeindruckende innenpolitische Opposition zu Polens Regierung bildeten.
Im Rahmen der Arbeit des Jugendrates war es mir möglich, mich mit politisch aktiven Menschen zu unterhalten, welche mir eindrucksvoll von Projekten berichteten, die ihren Bürgern ein demokratisches, freies und vielfältiges Leben ermöglichen.


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